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Öffnungsklausel flächentarifvertrag

Der Studie zufolge bestätigten 13 % der tarifgebundenen Unternehmen in Ost- und Westdeutschland, dass es in ihren Tarifverträgen Öffnungsklauseln gibt (Tabelle 2). Von diesen Einrichtungen haben im Jahr 2005 52 % von Öffnungsklauseln Gebrauch gemacht. Diese Klauseln wurden am häufigsten im Verkehrs- und Kommunikationssektor sowohl im Westen (74 %) verwendet. Ostdeutschland (88%). Auch Betriebe im Baugewerbe in Ostdeutschland (89 %) sowie im Westdeutschen Konsumgütersektor (73 %) wendeten häufig Öffnungsklauseln an. Im Mai 2006 veröffentlichten zwei Autoren des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) die Ergebnisse einer Studie über die Nutzung, Verteilung und Wirkung von Öffnungsklauseln in Tarifverträgen in Deutschland. Die Studie basiert auf Daten des IAB-Betriebspanels. Diese Erhebung wird regelmäßig vom IAB durchgeführt und umfasst 16.000 Betriebe in allen Branchen. Daher können die Ergebnisse als repräsentativ für die gesamte Wirtschaft angesehen werden. Während die meisten Öffnungsklauseln für alle Unternehmen und Arbeitnehmer gelten, die unter Branchentarifverträge fallen, gibt es auch Öffnungsklauseln, die auf bestimmte Gruppen beschränkt sind. Zwei Arten von gruppenbezogenen Öffnungsklauseln lassen sich unterscheiden: Öffnungsklauseln zur Arbeitszeit sind weit verbreitet und haben bereits eine lange Geschichte.

Als die Metallergewerkschaft IG Metall 1984 einen Durchbruch bei der Arbeitszeitverkürzung in Richtung einer 35-Stunden-Woche schaffte, musste sie gleichzeitig die Forderungen der Arbeitgeber nach flexibleren Arbeitszeiten akzeptieren. Die IG Metall stimmte daher der Einführung einer Öffnungsklausel zu, die es den Unternehmen ermöglicht, die Arbeitszeit auf maximal 18 % der Belegschaft des Unternehmens auf bis zu 40 Stunden pro Woche zu verlängern. Die Studie zeigt auch, dass 71 % der Arbeitgeber in Westdeutschland und 62 % der Arbeitgeber in Ostdeutschland Öffnungsklauseln für Arbeitszeitanpassungen in Anden dieses Land (Tabelle 3) in Andenliegen haben. Allerdings nutzten nur 31 % der befragten Betriebe in Westdeutschland und 37 % der Arbeitsplätze in Ostdeutschland Öffnungsklauseln, um entweder nominale oder reale Löhne zu senken.